Wahrheitsfindung durch Induktives Denken

Wirbelsturm

Charles Haanel schreibt in dem elften Kapitel des Masterkey Systems über eine Methode, die er als induktives Denken bezeichnet.

Da ich es für sehr wichtig halte, möchte ich doch ein paar Zeilen dazu loswerden.

Induktives Denken besteht darin, so viele Einzelfälle wie möglich miteinander zu vergleichen, um die Gemeinsamkeiten zu finden. In einer ganz freien Interpretation möchte ich einfach mal verdeutlichen, was ich darunter verstehe und warum dieses Thema aus dem Buch von 1912 heute aktueller ist als je zuvor.

Wir werden mit einer Unmenge an Informationen versorgt und ich unterteile diese Menge einfach einmal in zwei Gruppen von Informationen.

Zum einen bietet uns gerade das Internet die Möglichkeit, so gut wie jede Information zu erhalten, wir haben den Zugriff auf einen immensen Wissenspool.
Das sind die Informationen, die ich mir selbst beschaffe, durch gezielte Recherche.

Die zweite Gruppe sind für mich die Informationen, die an mich herangetragen werden, über die verschiedenen Medien. Das sind Nachrichten, Zeitungen und natürlich auch hier das Internet.

Der erste und der wichtigste Schritt besteht für mich darin zu überprüfen, ob die Information, die ich da gerade erhalten habe, auch wahr ist und wenn ja, in welchem Maße sie wahr ist. Denn gerade bei den Informationen, die an mich herangetragen werden, ist immer die Frage bei mir im Hinterkopf, warum soll ich diese Information erhalten, was ist der Zweck dahinter.

Und gerade bei der jetzigen Situation in der Welt halte ich es für extrem wichtig, sich zu fragen, welche Botschaft hinter diesen Informationen steckt. Damit meine ich nicht eine einzige Information, sondern alle, die mich erreichen. Denn nur dann kann ich die dahintersteckenden Muster erkennen.

Im aktuellen Fall ging es um einen Vergleich zwischen den Vorfällen am Kölner Hauptbahnhof, die ja auch in anderen Städten stattgefunden haben und einer Demonstration der PEDIGA. Im ersten Fall war die Polizei recht hilflos und überfordert, im zweiten Fall wurde die Demonstration sehr schnell beendet. Nun denn, die offizielle Erklärung ist die, dass die Polizei im ersten Fall nicht mit einer solchen „Invasion“ gerechnet hat, im zweiten Fall war die Demonstration angemeldet, die Polizei gut aufgestellt und durch geworfene Böller beunruhigt, hat man die Demonstration eben schnell aufgelöst. Aber auch hier gibt es neben der offiziellen Mitteilung noch einige andere Aussagen von Betroffenen, dass genau diese Eskalation provoziert wurde.

Zwei Dinge geben mir hier echt schwer zu denken. Zum einen erscheint es mir sehr unwahrscheinlich, dass sich tausend Männer zufällig am Kölner Hauptbahnhof versammeln, um Frauen zu bedrängen, zu belästigen, vergewaltigen und beklauen. Und nicht nur dort, in anderen, nicht nur deutschen Städten passierte ähnliches. Zum anderen die PEGIDA, eine Bewegung die gegen die Islamisierung des Abendlandes und gegen die unkontrollierte Asyl- und Einwanderungspolitik der Bundesrepublik protestiert. Warum kann eine solche Bewegung überhaupt einen solchen Zulauf erreichen? Ich vermeide hier mal absichtlich den Begriff rechts oder gar rechtsradikal, da diese Bezeichnung mittlerweile inflationär gegen jeden benutzt wird, der die Politik kritisiert. Weil hier einiges nicht so läuft, wie es sollte.

Wird hier die Bevölkerung etwa absichtlich gespalten, in die Gutmenschen, die den Flüchtlingen helfen wollen, und in die, die sich gegen alles was mit Flüchtlingen zu tun hat auflehnen?

Betrachten wir diese Angelegenheit doch mal recht nüchtern, sofern es bei diesem Thema überhaupt möglich ist.

Nehmen wir doch als erstes einmal die Flüchtlingen und fragen uns, wer da alles zu uns kommt und warum. Dass im Syrien Krieg ist, ist erst einmal Fakt. Aber warum? Wer kämpft gegen wen? Da ist auf der einen Seite ein gewählter Diktator und eine Regierung, auf der anderen Seite einige Widerstandsgruppen, allen voran der Islamische Staat. Worum geht es im Endeffekt? Um Macht über das Land und vor allem um Macht über das dort vorhandene Öl. Wie bereits in anderen Ländern wie Irak und Libyen auch. Stimmt es nicht? Saddam Hussein durfte Menschenrechtsverletzungen ohne Ende begehen, man hat ihn gewähren lassen. Bis er auf die Idee gekommen ist, sich das Öl nicht mehr in Dollar, sondern in Gold bezahlen zu lassen. Libyen war ein Land, was sehr viel für seine Bewohner getan hat, nur das Ghadafi angeblich Sexsklavinnen gehalten hat. Was daran wahr ist, weiß ich nicht.

Nun ja, lassen wir auch mal die Behauptung außen vor, dass der Islamische Staat von der CIA erst aufgebaut und gefördert wurde. Angeblich bekämpfen ja nun alle den Islamischen Staat, mit geringen Erfolgen bis vor kurzem, seit Russland auf Bitten von Assad unterstützend eingreift. Und damit die einzige fremde Macht ist, die völkerrechtlich legitim dort agieren darf.

Nun ja, der Islamische Staat finanziert sich auch zum großen Teil über Ölverkaufe, die zumeist über die Türkei abgewickelt werden. Aber die Türkei bekämpft doch auch den islamischen Staat? Oder?

Nun ja, ich könnte endlos schreiben, ich lasse das mal.

Nehmen wir nun einmal den Menschen, der mit seiner Familie vor dem Krieg flieht und nun in Deutschland eine neue Heimat findet, in der er Frieden vorfindet? Dieser Flüchtling ist bestimmt keiner, der hier Frauen angrabscht oder sich weigert, von einer Frau Essen anzunehmen. Ich denke, dieser Flüchtling wird froh sein, hier zu sein. In einem Land, welches ihm die Freiheit gibt und er wird auch akzeptieren, dass Frauen hier gleichberechtigt sind. Vielleicht muss er sich ein wenig dran gewöhnen, aber es wird gelingen.

Aber es kommen ja nicht nur echte Flüchtlinge, es kommen einfach alle. Wobei ich auch jeden Wirtschaftsflüchtling verstehen kann. Immerhin wird in den betroffenen Ländern ja auch genug Werbung gemacht.

Und wohin führt das? Auf der einen Seite zu solchen Tragödien, wie der Fall einer Familie aus dem Kosovo, die alles verkauft hatten, was sie besaßen, um in Deutschland neu anzufangen, ausgewiesen wurden, weil der Kosovo ja sicher ist, und nun dort ganz ohne etwas zu leben.

Auf der anderen Seite zu einem Zuwachs von Straftaten, nicht nur innerhalb der Asylantenunterkünfte, wo sich die verschiedenen Gruppierungen bekämpfen, auch generell im Land. Offiziell werden keine Zahlen genannt, aber es sickern dann doch Zahlen durch und werden veröffentlicht. Und immer wieder hört man von Asylbewerbern, die entweder untergetaucht sind oder mehrere Pässe haben. Ist dies Zufall, oder gewollt? Das diese Informationen durchsickern?

Die Polizei wurde personell in den letzten Jahren immer weiter geschwächt, steht rechtlich auf keinem sicheren Fuß und muss nun etwas ausbaden, was woanders beschlossen wurde. Greifen sie durch, werden sie als Nazis beschimpft, greifen sie nicht durch, bekommen sie von der anderen Seite die volle Ladung ab.

Und nun kommen Bewegungen wie die PEGIDA. Auf der einen Seite sind es Menschen, welche die aktuelle Asylpolitik kritisieren und Angst haben, auf der anderen Seite Menschen mit einer Angst vor der Islamisierung des Abendlandes.

Sorry, der Islam ist im Grunde eine friedliche Religion und ließe sich problemlos integrieren. Wenn die Menschen lernen, miteinander zu leben und sich nicht zu trennen. Die vielen Türken, die hier in Deutschland leben, zum großen Teil auch hier geboren sind, leben als Muslime friedlich mit uns zusammen und beweisen, dass es geht.

Wir haben hier nun mal ein Land, in dem Gleichberechtigung herrscht, oder zumindest herrschen sollte.

Wie ich nun gerade feststelle, ist mein Beitrag nun doch wieder politisch geworden, auch wenn ich da keine Energie mehr reinstecken wollte. Warum lasse ich das dann so stehen?

Weil ich zum Nachdenken anregen will, denn wenn wir wirklich die Informationen, die wir haben, mal durchforsten und richtig sortieren, dann erübrigen sich auch die ganzen Hasstiraden, von denen es derzeit nicht nur auf Facebook, sondern auch in der übrigen Welt einige gibt.

Wir brauchen keine Rechtsextremisten, keine Linksextremisten, keine Bürgerwehren und schon gar keinen Bürgerkrieg. Wir brauchen nachdenkende Menschen, die kritisch hinterfragen, sich ihre Meinung bilden, und dann auch der Liebe heraus handeln.

Merkt denn kein Mensch, das auf der Erde genug für alle da ist, von allem? Kein Mensch müsste hungern, kein Mensch müsste verfolgt werden oder unterdrückt.

Diejenigen, die derzeit noch die Weltgeschichte steuern, sind vielleicht ein paar Hundert, welche die Banken und das Kapital kontrollieren, an der Rüstungsindustrie und an jedem Krieg Unmengen verdienen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir eine Neue Weltordnung bekommen werden.
Ob es eine Ordnung der Sklaverei und Unterdrückung oder eine des friedlichen Zusammenlebens ist, liegt an uns allen.