Die Paradigmen der Schulmedizin

medicineop

Derzeit geht es mal wieder hoch her in den Diskussionen um die Medizin, weil gerade das Thema Organspende in aller Munde ist. Was ich davon halte,
habe ich in anderen Texten schon geschrieben und nach ausführlicher Recherche auch begründet.

Die Frage, die ich stattdessen in den Raum (und an die Mediziner) stellen möchte ist es, woher nehmt ihr eigentlich die Gewissheit, dass Eure Grundannahmen so stimmen?

Stimmt es nicht, dass Medizin eine empirische Wissenschaft ist? Also auf Erfahrungen beruht und weniger auf Denkmodellen?

Aber welche Erfahrungen macht ihr, wenn ihr euch immer nur in dem Bereich des Newtonschen Weltmodells bewegt? Und alles andere weit von euch schiebt?

Glaubt ihr wirklich, durch das Tauschen eines Organes einen Patienten heilen zu können? Gibt es euch nicht zu denken, dass ihr ganz massiv das Immunsystem des
Patienten blockieren müsst, damit das Organ nicht abgestoßen wird? Und zwar für den Rest seines Lebens?

Wenn wir mal überlegen, dass sich unser Körper in einem ständigen Erneuerungsprozess befindet und nach spätestens 11 Monaten keine Zelle mehr gleich ist (Ausnahme sind
ein paar harte Knochen und Zähne), wie kann es dann sein, dass auch nach dieser Zeit das Organ immer noch abgestoßen wird, wenn man diese Reaktion nicht mit
Medikamenten unterbindet?

Nun gut, da ist dann eine Organtransplantation erfolgreich gewesen, der Patient gewinnt etwas Zeit und verstirbt dann an irgendwelchen anderen Sachen,
weil es so gut wie kein Immunsystem mehr gibt. In der Statistik ist dies ein voller Erfolg für euch, weil ja der Patient nicht am Versagen des Ursprungsorgans verstirbt,
sondern dummerweise an etwas, was ja nichts damit zu tun hat. Wieviel Zeit hat der Patient denn wohl gewonnen, und wenn ja, zu welchem Preis an Leid?

Und wer gibt euch eigentlich die Gewissheit, dass euere Definition des Hirntodes immer so richtig ist? Wenn da nichts mehr wäre, wieso kommt es dann so gut wie
immer zu Abwehrreaktionen und Schmerzempfinden des Patienten während der Organentnahme? Weil definitiv tot darf der Organspender ja auch nicht sein, sobald der Tod
eingetreten ist, können die Organe ja nicht mehr verwendet werden.

Ihr gebt die Regeln vor, ab wann ein Patient tot sein soll, aber wenn das so eindeutig wäre, dann würde es nicht immer wieder mal geändert.
Und wäre in Fachkreisen ja auch nicht umstritten, aber das ist es nun mal.

Noch ein anderes Beispiel gefällig? Ihr habt den Leuten immer wieder beigebracht, wie schlimm und tödlich Krebs ist, und vermutlich glaubt ihr das selbst.

Was also passiert mit einem Patienten, der diese Diagnose bekommt, garniert mit Eurer Prognose? Und dazu ein Therapieplan, und wehe, der Patient stimmt dem nicht zu.
Dann geht es bestimmt ganz schnell zu Ende mit ihm.

Aber es gibt auch Aussagen, wonach der Patient ohne Therapie länger lebt als mit. Davon kann man natürlich nichts in euren Statistiken lesen, denn der Patient fällt ja raus
und wird nicht mehr beachtet. Weil es ja eine Beleidigung eurer Kompetenz ist, wenn der Patient eine eigene Meinung hat.

Und was ist mit den Patienten, die eine Remission erleben, ein Krebs, der wieder geht? Entgegen aller Prognosen? Auch über diesen Patienten wird in den Statistiken nichts
zu finden sein, denn wenn es nicht euer Verdienst war, dann wird es eben nicht mehr erwähnt.

Ihr sagt uns dann, es wird an den Genen liegen. Ach ja, und dass aus Stammzellen eben alles werden kann. Und auf die Frage nach dem „warum“ kommt nur, dass es
eben Stammzellen sind. Und wenn man dann fragt, was an denen anders ist, kommt nur, da kann alles raus werden. Ein endloser Kreis ohne echte Antwort. Ach ja,
und dass ein Gemüsekohl mehr Gene als ein Mensch hat, stimmt auch keinen nachdenklich.

Immerhin wird von der Medizin der Placeboeffekt anerkannt, meist jedoch nur für Studien von Medikamenten und ansonsten als störender Faktor.

Habt ihr mal überlegt, ob nicht hier der Schlüssel für Heilung liegt? Dass es nicht eure Medikamente, sondern der Glaube des Patienten daran, dass es ihm hilft,
was ihr mit ihm macht?

Studiert einfach mal die Fälle, die sonst nicht beachtet werden, die von Heilungen entgegen eurer Prognosen. Und fragt euch mal, in wie weit der Glaube des Patienten an
irgendetwas seine Heilung bewirkt hat. Dass muss nicht der Glaube an irgendeinen Gott sein, es kann der Glaube an die Heilkraft irgendwelcher Pflanzen, Mittelchen
oder Symbole sein. Hier kommt es nämlich nur darauf an, dass der Patient daran glaubt, dass es ihm hilft. Was das ist, an das der Patient glaubt, ist dann schon fast nebensächlich.

Und wenn ihr diesen Gedanken dann mal akzeptiert, dann schaut euch mal den Alltag in den Praxen an. Denn genau so wie der Patient daran glaubt, dass es hilft,
was ihr da mit ihm macht, genau so gut glaubt er auch den negativen Prognosen.

Wie viele Krebspatienten versterben pünktlich nach dem Zeitraum, den ihr ihnen vorgegeben habt? Und füllt dann euren Erfahrungsraum mit einem weitern Fall, der eure Prognose bestätigt.

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, dass der Glaube des Patienten ihn auch erst einmal krank gemacht hat. Weil es Konflikte in seinem Denken gibt, welches ja zum großen Teil unbewusst abläuft. Und dass die Auflösung genau dieser Konflikte eine Heilung möglich macht. Anders gesagt, werden diese Konflikte nicht gelöst,
werdet ihr mit dem bisherigen Denken nur eine Symptomverschiebung bewirken.

Wobei ich natürlich nicht alles schlecht reden will, die hochwirksamen Methoden der Schulmedizin haben in der Behandlung akuter Probleme durchweg ihr Berechtigung.
In der Notfallmedizin beispielsweise, ich bin ja auch Rettungssanitäter (im Ruhestand) ist man froh, diese Methoden zu haben.

Warum noch mal hattet ihr euch entschlossen Arzt zu werden? Oder eine andere Position im Gesundheitswesen?

Fällt noch irgendjemandem auf, dass sich das System immer mehr dahingehend entwickelt hat, dass die Kaufleute mit dem Rotstift mehr zu sagen haben als die Menschen,
die den Patienten helfen wollen?

Könnte man ja mal drüber nachdenken, ich mache das sei gut 20 Jahren.