Wer bin ich?

SeeleHand

Dies ist wohl die wichtigste Frage, die man sich stellen kann. Und genaugenommen kann jeder nur die Antwort für sich selbst finden. Trotzdem möchte ich Anregungen geben,
aus der Sicht heraus, was ich für mich als gesichert annehme.

Fange ich mit dem einfachsten an, mit dem Aufbau unserer Persönlichkeit aus einer etwas erweiterten psychologischen Sicht.

Da haben wir als erstes natürlich den Bereich des Denkens, der uns unmittelbar zugänglich ist, unser bewusstes Denken. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit darauflegen,
können wir sogar beobachten, was wir denken. Dieser Bereich ist allerdings auch recht schmal, man sagt, dass dieses bewusste Denken maximal 5 Prozent unseres Denkens ausmacht.

Dann haben wir den Bereich des Unbewussten, hier laufen alle Prozesse ab, die unser Überleben sichern. Das wären natürlich Herzschlag, Atmung, das Immunsystem, der Stoffwechsel und so weiter. In der Regel haben wir darauf so gut wie keinen Einfluss.

Zwischen dem bewussten und dem unbewussten Denken liegt das unterbewusste Denken. Hier sammeln sich alle Informationen und Erfahrungen an, die wir seit der Zeugung aufnehmen. Natürlich ist es bewusst nicht zu erreichen, aber man kann jedes Erlebnis ab dieser Zeit in einer tiefen Hypnose ins Bewusstsein bringen. Alles, aber auch wirklich jedes Detail, ist dort gespeichert. Selbst Erlebnisse ohne Beteiligung des bewussten Denkens sind dort alle abgelegt, das heißt, auch unter Narkose oder anderen Formen der Bewusstlosigkeit speichern wir alle Informationen ab.

Bis hierhin ist es noch recht leicht nachzuvollziehen, aber es geht ja auch noch weiter.

Aufgrund einer eigenen außerkörperlichen Erfahrung weiß ich, dass mein „Ich“ den Körper verlassen kann. Auch berichten viele von solchen Erfahrungen bis hin zu Nahtoterfahrungen, dass sie sich von außerhalb des Körpers erlebt haben. Noch nie hat jemand berichtet, dass er im Körper war und etwas Geistiges diesen verlassen hat.

Der Unterschied zwischen einer außerkörperlichen Erfahrung inklusive einer Nahtoderfahrung und dem eigentlichen Tod eines Menschen besteht darin, dass mit dem Tod die energetische Verbindung zum Körper abbricht und ab dem Moment der Körper zerfällt.

Bemerkenswert daran ist, dass der Körper ja aus Zellen besteht, die vom Aufbau her auch alleine lebensfähig wären.

Wir können also bis hierhin festhalten, dass unsere Seele (oder nennen wir es individuelles Bewusstsein) auch ohne den Körper weiter existiert. Wir sind also nicht der Körper und haben eine Seele, sondern wir sind diese Seele und benutzen für die Erfahrungen in dieser Inkarnation einen Körper, den wir uns ab der Zeugung aufbauen und den wir verlassen, wenn wir sterben. Sterben ist also nicht das Ende der Seele, sondern lediglich das Ende des Körpers.

Und zumindest behalten wir die Erinnerung an unser derzeitiges Erdenleben eine mehr oder weniger lange Zeit, dies zeigen Jenseitskontakte immer wieder auf.

Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass wir irgendwann wiedergeboren werden, dann nehmen wir uns ja wieder einen neuen Körper und formen uns nicht nur diesen, sondern mit ihm auch ein neues Ich-Bewusstsein. Und interessanterweise haben kleine Kinder sehr häufig noch eine Anbindung an die Geistige Welt, das Vergessen dieser Geistigen Verbundenheit kommt erst etwas später und hat möglicherweise auch mit der Entwicklung der Gehirnwellen zu tun.

Lauter Fragen, über die nachzudenken es sich lohnt.