Befreiung aus der Sklaverei des Systems

Bist Du etwa ein Sklave des Systems? Auf diese zugegeben provokante Frage höre ich schon ein lautes Aufschreien aus vielen Kehlen. Nein, natürlich nicht, rufen sie alle.

Doch was macht uns zu einem Sklaven?

Ich habe da gerade ein Lied im Kopf, ein sozialkritischer Song, den Merle Travis 1947 veröffentlich hat: sixteen tons. Es geht da um das Leben in den Kohlegruben zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges in den USA. Sinngemäß lautet der Refrain wie folgt: Du lädst 16 Tonnen jeden Tag und was erhältst Du? Du bist einen weiteren Tag älter und tiefer in den Schulden, Deine Seele gehört dem firmeneigenen Geschäft.

Das hört sich erst einmal sehr fremdartig an, was soll es denn mit unserem heutigen Leben zu tun haben?

Eine ganze Menge, denn wir werden ja ständig animiert, uns Dinge zu kaufen, zu konsumieren und wenn wir sie uns nicht leisten können, dann können wir die in Raten abzahlen.

Ja, mittlerweile ist es ja auch nicht so selten, dass man sich 1000,- Euro leihen kann und weniger zurückzahlen muss, so 960,- Euro oder so. Dabei handelt es sich natürlich um einen Verkaufstrick, denn mit Sicherheit verdient der Kreditgeber daran, dann eben über die Gebühren, von denen in der Werbung nichts zu lesen oder zu hören ist.

Die Dienste im Internet wie Suchmaschinen und soziale Netzwerke werden gerne und umsonst genutzt. Moment, sowohl Google als auch Facebook haben riesige Umsätze und damit auch Gewinne. Und das, obwohl die Dienstleistungen ja meistens nichts kosten. Wer bringt denn dann das Geld? Na klar, wir bezahlen mit unseren Daten, mit denen können die Anbieter ihre Werbung zielgerichtet an uns übermitteln, und so verdient man Geld. Denn es wir mehr und mehr gekauft.

Und wo landen wir irgendwann? Viele gehen zum großen Teil dafür arbeiten, ihre Schulden abzuzahlen, für Annehmlichkeiten und Dinge, die sie sich mal so gegönnt haben.

Und droht dann so etwas wie der Verlust der Arbeitsstelle, dann ist die Angst riesengroß und man weiß nicht, wie man es schaffen soll.

Schon aufdringlich oft erscheint überall eine Werbung einer Firmengruppe, die uns anbietet, unser Auto einfach und unkompliziert anzukaufen. Die Frage, warum verkauft jemand ein Auto an einen Händler, wenn er nicht ein besseres kauft? Weil er Geld braucht. Und warum verkauft er es nicht privat, was mehr einbringen würde? Weil er es schnell braucht.

Warum erzähle ich dies, wo es doch um die Macht und Kraft des Denkens geht?

Auch wenn Du nach Außen hin einen Wohlstand hast, wirst Du kein Gefühl des Wohlstandes entwickeln, wenn Du für alles immer noch Raten zahlst.
Wie willst Du dann mit echtem Wohlstand in Resonanz gehen?

Willst Du Dich wirklich immer weiter in Abhängigkeiten begeben?
Aus einem freien Geist heraus kannst Du alles erschaffen, es erfordert nur Deine eigene geistige Arbeit.

Denk mal drüber nach.