Hilfst Du jemandem wirklich, wenn Du ihm hilfst?

Dies klingt auf den ersten Blick wie eine total unnütze Frage, dies gebe ich unumwunden zu. Nur hätte ich sie nicht gestellt, wenn sie nicht doch ihren Sinn haben würde.

Anlass für diese Frage war ein Kommentar unter einem Artikel von mir, der sich mit der Verbundenheit von allem beschäftigte und in dem Aspekt ging es um die Energien, mit denen wir verbunden sind. Und jemand meinte, dann können wir jemandem ja heilende Energie senden. Klar können wir das, nur ist die Frage, wie weit das Sinn macht.

 Um das näher zu klären, stelle ich einmal ein paar Behauptungen auf:

  1. Wir alle erschaffen unsere Realität selbst, durch unser Denken.

  2. Wir erschaffen nicht die Realität, die wir wollen, sondern die, die unserem Sein entspricht. Es bedeutet, wir gehen mit dem in Resonanz, was wir sind.

  3. Es ist nicht nur das bewusste Denken, was maximal 5 % unseres Denkens ausmacht, sondern hauptsächlich durch unser meist unbewusstes Paradigma,
    dies bedeutet, alle Informationen, Überzeugungen und Glaubenssätze, die wir im Laufe des Lebens aufgenommen und gespeichert haben.

  4. Haben wir eine Realität, die uns nicht gefällt, sein es durch Krankheit, durch Einsamkeit oder auch durch unsere finanziellen Verhältnisse,
    so haben wir geistige Ursachen, die diesen Zustand ermöglichen bzw. erschaffen haben.

  5. Eine Änderung geschieht dann, wenn wir unser gedankliches Sein dahingehend verändern, dass unser Inneres das gewünschte Äußere herbeiführen kann.

Nehmen wir einmal an, ich habe recht, dann bieten sich folgende Überlegungen an.

In dem Moment, wo ich einem anderen helfe, die Auswirkungen seines Inneren Seins zu verändern, kann ich zwar im Moment seine Situation verbessern,
auf Dauer werde ich aber nichts erreichen, solange derjenige sein „Sein“ nicht selbst verändert. Ohne diese Veränderung ist keine echte Heilung möglich.

Und dass genau das Gegenteil eintreten kann, nämlich der Person zu schaden, führe ich Anhand einer Aussage von James Tyler Kent aus, der sagte,
dass die Allopathie (sprich Schulmedizin) langfristig ihre Patienten umbringt. Dieser James Tyler Kent war meiner Meinung nach der zweitwichtigste Mann in der Homöopathie, direkt nach Samuel Hahnemann.

In seinem angeführten Beispiel führt er einen Patienten an, der Rheuma im Knie hat. Dieser geht zum Arzt und das Rheuma wird mit Medikamenten beseitigt.
Da aber die Ursache für das Rheuma noch auf seelischer Ebene vorhanden ist, wandert das Rheuma nun zum anderen Knie. Auch dort wird es medikamentös vertrieben
und so wandert es durch den ganzen Körper, wird immer vertrieben und befällt dann irgendwann die Herzklappen. Dies ist dann mit dem Leben nicht vereinbar, der Patient verstirbt.

Was lernen wir daraus?

Wenn jemand in akuter Gefahr ist, eine lebensbedrohliche Krankheit oder einen Unfall hat, dann halte ich es für geboten, dieser Person zu helfen.
Denn auch wenn er diese Situation unbewusst manifestiert hat (nichts geschieht aus Zufall), so hat er auch mich als Helfer manifestiert.

Hat jemand ein akutes Schockerlebnis, Trennung, Tod von einem nahestehenden Menschen oder ähnliches, dann kann man auch hier natürlich helfen.

Nur bitteschön, bevor ich mich aufmache und jemanden Heilen will, sollte mir klar sein, dass jede Krankheit und jede unliebsame Lebenssituation
die Aufforderung und Chance für den Betroffenen ist, diese „Aufgabe“ zu lösen und diese Erfahrung abzuschließen.  
Das kann niemand für denjenigen machen und jeder Versuch dazu wird seine „Aufgabe“ nur noch deutlicher in seine Realität bringen.

Also, Hilfe zur Selbsthilfe ist die ideale Unterstützung.

Das ist nur meine Meinung, aber ich könnte ja recht haben.