Das Lösen aus schädlichen Beziehungen

Heute wurde ich auf einen Artikel aufmerksam gemacht, in dem eine Psychologin dafür plädierte, dass man sich aus schädlichen Beziehungen auf jeden Fall lösen sollte.
Und ganz konkret ging es hier um die Lösung aus familiären Beziehungen, die einem nicht gut tun. Das hört sich ja auf den ersten Blick ganz toll an,
aber es berücksichtigt die Geistigen Gesetze in keiner Weise.

Ich gebe einmal zwei Beispiele, um zu verdeutlichen, was ich damit meine.

Zum einen ist da eine Frau, deren Vater Alkoholiker ist oder war und der im betrunkenen Zustand die Familie drangsalierte.
Nun gerät diese Frau in ihren Beziehungen immer wieder an Alkoholiker, die sie unterdrücken und drangsalieren.

Oder der Mann, der eine sehr dominierende Mutter hatte, die ihn und seinen Drang, sich als Mann zu erfahren, unterdrückte.
Der Mann löst sich und gerät in seinen Beziehungen immer wieder an dominante Frauen, die ihn unterdrücken.

Sind diese Beispiele zu weit hergeholt oder kennt nicht fast jeder solche Personen, die diese oder ähnliche Muster immer wieder erleben?

Nun, liebe Psychologen, wie erklärt man dies denn nun? Jedes Kind lernt irgendwann, dass man heiße Sachen nicht anfassen sollte,
meist durch eigene Erfahrung. Und jedes Kind, was mal auf eine heiße Herdplatte gefasst hat, wird dies zumindest aus eigenem Antrieb nicht wieder tun.
Und demnach sollte man davon ausgehen, dass jemand, der eine Erfahrung gemacht hat, die ihm nicht gefallen hat, alles tun wird,
um diese Erfahrung zukünftig nicht mehr erleben zu müssen.

Also würde die Frau aus obigen Beispiel Alkoholiker großflächig meiden und der Mann würde sich gezielt eine Partnerin suchen,
die maximal ebenbürtig in ihrer persönlichen Entfaltung ist.  Machen die beiden aber nicht, und die interessante Frage ist nach dem Grund.

Und der Grund ist ganz einfach der, dass wir in diese Inkarnation gekommen sind, um Erfahrungen zu machen.
Und jemand, der in eine „problematische“ Familiensituation inkarniert, möchte genau diese Erfahrung machen. Natürlich kann ein Kind sich erst einmal
nicht wehren oder daraus entwickeln, sobald es seine Eigenständigkeit entdeckt, kann es den Konflikt lösen.

Was ist denn die Gemeinsamkeit dieser beiden Beispiele? In beiden Fällen ist die betroffene Person ein Opfer und kann sich nur davon befreien,
wenn sie dies erkennt und ihre grundsätzlichen Gedanken ändert.

Moment mal, werdet ihr denken, so jemand denkt doch nicht so. Doch, genau, nur eben auf unbewusster Ebene.
Der kleine Teil bewusster Verstand wehrt sich dagegen, doch das Unbewusste manifestiert genau diese Realitäten.

Ich bin davon überzeugt, dass wir Probleme, vor denen wir im Leben weglaufen, immer wieder serviert bekommen,
und zwar solange, bis wir dies aufgelöst haben.

Was natürlich nicht bedeuten soll, dass man in einer Beziehung bleiben soll, in der einem Gewalt in irgendeiner Form angetan wird.
Nur sollte man auf jeden Fall daran arbeiten, nicht mehr Opfer zu sein, denn genauso wie man mit einer entsprechenden Geisteshaltung ein Gewinner sein kann,
kann man auch genauso gut auch Opfer sein.

(Warum sich nun jemand für eine Erfahrung entscheidet, die er in dieser Inkarnation machen will, bleibt meist im Dunkeln, es sei denn, man macht eine Rückführung in ein früheres Leben.
Dann wird es oft deutlich. Aber das sollte nicht Thema von diesem Beitrag sein.)

Denkt mal drüber nach, es ist nur meine Meinung, aber ich könnte ja auch recht haben.