Ein weiteres erfundenes Krankheitsbild

Betrachten wir einmal ein anderes Krankheitsbild: ADHS. Das steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom und betrifft Kinder, die meist in der Schule
dadurch auffällig werden, dass sie nicht aufpassen und statt dessen überaktiv bei den Dingen sind, die sie interessieren. Behandelt wird diese Krankheit mit Psychopharmaka,
die die Aktivitäten der Kinder ausbremsen. Wenn an sich die Beschreibung und Beipackzettel der Medikamente ansieht, dann kommt zwangsläufig der
Vergleich mit Rattengift hoch.

Was passiert da wirklich? Betroffen sind meist hochintelligente Kinder, die sich nicht in das System der Schule einpassen wollen oder können.
Weil es nicht der Natur von Kindern entspricht, stundenlang zu sitzen und Dingen zuzuhören, die sie nicht im geringsten interessieren. Die Kinder, die einfach abschalten,
fallen nicht auf, die Aktiven schon.

Was sagt denn Wikipedia schön systemkonform dazu:

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zur Gruppe der Verhaltens- und emotionalen Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend.
Sie äußert sich durch Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulsivität und Selbstregulation; manchmal kommt zusätzlich starke körperliche Unruhe (Hyperaktivität) hinzu.

Diesen Symptomen liegt nach heutigem Stand eine neurobiologische Entwicklungsverzögerung der exekutiven Funktionen zugrunde. ADHS kann dabei auch als
ein Extremverhalten aufgefasst werden, das einen fließenden Übergang zur Normalität zeigt. Die Auffälligkeiten müssen für das Alter sehr stark ausgeprägt und in den
meisten Situationen beständig seit der Kindheit vorhanden sein. Symptome alleine haben jedoch keinen Krankheitswert: Eine Diagnose ist nur möglich, wenn die
Symptomatik zusätzlich mehrere Lebensbereiche deutlich beeinträchtigt oder zu erkennbarem Leiden führt.

Die weltweite Häufigkeit der ADHS unter Kindern und Jugendlichen wird mit etwa 5,3 % beziffert. Sie gilt heute als häufigste psychiatrische Erkrankung bei
Kindern und Jugendlichen. Jungen werden merklich häufiger diagnostiziert als Mädchen. Verlaufsstudien haben gezeigt, dass bei 40 bis 80 % der diagnostizierten Kinder
die Störung auch in der Adoleszenz fortbesteht. Im Erwachsenenalter schließlich ist mindestens in einem Drittel der Fälle noch eine einschränkende
ADHS-Symptomatik nachweisbar).

ADHS hat als neurobiologische Störung weitgehend genetische Ursachen. Im Einzelfall kann sie jedoch sehr unterschiedliche Folgen haben, da der
individuelle Verlauf auch von Umweltfaktoren beeinflusst wird. Meist stehen Betroffene und ihre Angehörigen unter erheblichem Druck. Versagen in Schule oder Beruf,
die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen und Drogenkonsum wurden oft beobachtet. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen
und dem Alter des Betroffenen.

Forschungen zur Klärung von Ursachen und Therapien laufen seit Jahrzehnten. Heute (Stand 2017) sind die Vorteile einer individuell angepassten Behandlung geklärt;
ebenso wie die die Nachteile einer versäumten oder fehlerhaften Behandlung. Anzeichen für eine langfristige Erholung von beeinträchtigten Gehirnfunktionen durch
angemessene Behandlung sind bereits vielfach mit modernen bildgebenden Verfahren nachgewiesen worden.

Und das schönste an dieser Geschichte ist, dass der Erfinder dieser Krankheit auf dem Sterbebett zugegeben hat, dass es klar war, dass es keine Krankheit ist,
sondern ein normales Verhalten, was hier unterdrückt werden soll, damit das Kind ins System passt.
Statt besonders aufgeweckte Kinder besonders zu fördern, werden hier ihre Intelligenzspitzen beseitigt, damit sie in der Masse nicht auffallen.

(Dies ist nur meine Meinung, aber ich könnte ja auch recht haben. Bernd)